Das Waldecker Lied
Wenn wir schon im Waldecker Land, also ganz da oben im nordnördlichsten Norden des schönen Bundesland Hessen leben, so soll uns das Waldecker Lied nicht vorenthalten sein.

Mein Waldeck
(Urtext)
Unter allen Landen deutscher Erde
preis ich Waldeck, mein lieb Heimatland.
Bis zum letzten Atemzuge werde
ihm ich weihen treulich Herz und Hand.
Mein Waldeck, lebe hoch! Mein Waldeck lebe hoch!
Mein teures, liebes Waldeck, es lebe, lebe hoch!
Sehr das Land im Schmuck der schönsten Wälder,
wenn der Lenz mit neuer Pracht einzieht.
Wenn die Berge, Täler, Wiesen, Felder
grün geziert, so weit das Auge sieht.
Wie so mächtig auf den Höhen rauschen
Eich und Buche, trotzend Sturm und Wind!
Hirsch und Reh im stillen Waldgrund lauschen,
wo der Quell zum klaren Bächlein rinnt.
Echte Deutsche sind in Waldecks Gauen-
Sachs und Franke reichen sich die Hand.
Fürst und Volk einander stets vertrauen;
Lieb und Treue sind Ihr festes Band.
Schwarz-Rot-Gold sind meine Landesfarben.
Dunkler Nacht folgt goldnes Morgenrot.
Für Alldeutschland Waldecks Söhne starben,
deutsche Treu bewährend bis zum Tod.
Fest, o Waldeck, steh zum Deutschen Reiche,
wie dein hohes Felsenschloss so fest!
Grün‘ und blüh‘ gleich deiner schönsten Eiche,
stürmt es auch von Osten oder West.
Heimatliebe in Waldeckischen Noten im Waldeckischen Norden
Entstehung
Die Melodie stammt von Benjamin Christoph Friedrich Rose (1755–1818), dem letzten Fürstlich Waldeckischen Musikdirektor der Hofkapelle, der damit das Gedicht „Unter dieser Eiche lasst euch nieder“ von Philipp Ludwig Bunsen vertonte. Das Lied wurde 1815 in Rudolph Zacharias Beckers Ausgabe des Mildheimischen Liederbuchs erstmals in einer Sammlung veröffentlicht und erlangte damit weitgehende Bekanntheit. Die Melodie erlangte 1879 den Status einer „waldeckischen Nationalhymne“, als für die Vermählung von Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont mit König Wilhelm III. der Niederlande eine Hymne benötigt wurde.[2] Bei der Bestattung von Prinzessin Emma im Jahre 1934 wurde auch Mein Waldeck gespielt,[3] ebenso bei der Bestattung ihrer Tochter, Königin Wilhelmina der Niederlande, im Jahre 1962.
Der Text Mein Waldeck zu dieser existierenden Melodie wurde schließlich von Pfarrer August Koch (* 10. Januar 1857 in Wrexen; † 1934) im Jahr 1890 verfasst. Die Entstehung des neuen Textes wird als Reaktion auf die Gründung von „Waldecker-Vereinen“ im Ruhrgebiet aufgefasst, da diesen im Vergleich zu anderen Gruppierungen eine Regionalhymne fehlte.[4] Anekdotisch wird berichtet, dass Koch und einige Freunde auf einer Feier derb verspottet wurden, weil sie kein Lied ihres Heimatlandes singen konnten. Koch soll sich das so zu Herzen genommen haben, dass er in der folgenden Woche anfing, selber ein Lied zu schreiben.[5]
Quellnachweis: Auszug Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Waldeck